Alle zwei Jahre ruft der ADFC zum Fahrradklima-Test auf, ab 1. September 2026 ist es wieder soweit.
Lebensnahe Rückmeldungen von Alltagsexpert:innen für Verkehrsplaner:innen und politisch Verantwortliche: Beim Fahrradklima-Test (FKT) bewertest du den Radverkehr bei dir vor Ort. Kommunen können die Ergebnisse gezielt für Verbesserungen in der Infrastruktur nutzen. Sie können Vergleiche zu anderen Orten ziehen, ihre Stärken und Schwächen herausfinden und gezielte Maßnahmen ergreifen, um den Radverkehr vor Ort zu stärken. Die Ergebnisse helfen außerdem ebenso dabei, die Erfolge der Radverkehrsförderung vor Ort zu bewerten.
Der FKT vereint drei Befragungen und macht so die Fahrradfreundlichkeit eines Ortes aus der Perspektive von Erwachsenen, Jugendlichen und Kommunen sichtbar. Er ist eine der größten Befragungen zur Radzufriedenheit weltweit und findet 2026 zum zwölften Mal statt.
Das Bundesministerium für Verkehr fördert die Befragung aus Mitteln zur Umsetzung des Nationalen Radverkehrsplans.
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Wenige Verbesserungen hat es in den 13 Gemeinden des Hochtaunus bei den letzten Befragungsrunden gegeben. Lest hier die letzten Ergebnisse nach.
Über tausend Menschen beurteilten im Herbst 2024 bei der 11. Ausgabe des ADFC-Fahrradklima-Tests das Radfahren im Hochtaunuskreis. Sie vergaben zum vierten Mal in Folge die Note 4,0, ausreichend. Ausgewertet wurden die Ergebnisse von Bad Homburg, Friedrichsdorf, Königstein, Kronberg, Oberursel, Neu-Anspach, Schmitten, Steinbach, Usingen und Wehrheim. Glashütten, Grävenwiesbach und Weilrod erreichten nicht die Mindestzahl von 50 Teilnehmenden, hier erhielten wir nur die Anmerkungen aus den Fragenbögen. Zum Nachlesen: Alle freien Anmerkungen den Teilnehmenden
„Es fehlen überörtliche, attraktive Radverbindungen, vor allem in die großen Nachbarorte und ins Rhein-Main-Gebiet.“
schrieb jemand aus Neu-Anspach und fasste damit die vielfach geäußerten Forderungen zusammen. Aus Wehrheim hieß es
„Radfahrer müssen auf der Straße bzw. Landstraße fahren oder querfeldein durch Wald und Wiesen auf unbefestigten Wegen“.
Die geschotterten Oberflächen bilden eine Sturzgefahr. Sie sind im ländlichen Raum oft die einzige angebotene Verbindung. Das Radfahren auf Landes- und Bundesstraßen ist Thema in jedem sechsten Kommentar. Es fehlen sichere Radwege und Querungen entlang wichtiger Verbindungsadern im Kreis, wie sie der ADFC Hochtaunus seit Jahren fordert.
Ob in Bad Homburg, Glashütten, Weilrod oder Schmitten: Es fehlen in den Orten sichere Radrouten, um andere Ortsteile, die Ortsmitte, Schule, Arbeit, Versorgungszentren, Vereine oder Sporteinrichtungen mit dem Rad sicher erreichen zu können. Das kreisweite Schulradwegenetz wird an vielen Stellen kritisiert. Aus den umliegenden Orten fehlen Radverbindungen zu Schulen oft ganz oder sie sind unsicher. Innerorts kommt es in Schulnähe zu massiven Konflikten mit Elterntaxis sowie zur Schule laufenden und radelnden Kindern und Jugendlichen. Besonders problematisch sind gemeinsame Geh- und Radwege, die die Spitzenlast nicht tragen können. Zur Konfliktlösung wird eine vollständige Entflechtung der Verkehre gefordert.
Das Miteinander im Verkehr war diesmal Schwerpunktthema des ADFC Fahrradklima-Tests. In Friedrichsdorf (3,0) und Wehrheim (2,6) melden Menschen zu Fuß und auf dem Rad weit weniger Konflikte als anderswo. In Kronberg (3,8) und Königstein (4,1) dagegen gibt es viel mehr Konflikte als hessenweit. Schaut man nur auf die Konflikte zwischen Kraftfahrzeugfahrenden und Radfahrenden schneiden neben Königstein (4,6) und Kronberg (4,3) auch Schmitten (4,3) und Usingen (4,5) schlecht ab. Dies führt dazu, dass sich Radfahrende in Königstein (5,0) und Usingen (4,9) viel unsicherer fühlen als anderswo.
Zu den Konflikten trägt die fehlende Kontrolle falsch abgestellter Fahrzeuge bei, die sich viel zu langsam verbessert. Die vergleichsweise guten Noten für Schmitten (3,4) und Friedrichsdorf (3,8) ziehen die Gesamtnote für den Kreis von der Note 4,6 auf 4,4 nach oben.
Viele Orte im Kreis profitieren von der Anbindung an den Schienenverkehr und werten die Fahrradmitnahme überdurchschnittlich gut. Die Menschen in Schmitten leiden hingegen stark darunter, dass die (selten fahrenden) Busse nur gelegentlich Fahrradmitnahme ermöglichen können. Nachdem die „Freude am Radfahren“ von einer Gesamtnote 3 im Jahr 2020 auf eine 4+ in 2022 gefallen war, vergaben die Teilnehmenden nun die Note 3-4. Eine Verschlechterung auf Kreisebene gibt es nicht. Der Schwung der Verbesserung bei der Öffnung der Einbahnstraßen stockt.
Susanne Bittner, Koordinatorin des ADFC Fahrradklima-Tests im Hochtaunuskreis bedauert:
„Es ist schade, dass sich so wenig bewegt hat. Gerne möchte ich über Erfolge im kreisweiten Radwegenetz für den Alltag und bei den Schulradwegen berichten. Es muss auch im Hochtaunuskreis möglich sein, sicher und komfortabel die alltäglichen Wege mit dem Rad zurückzulegen.“
Obwohl Politikerinnen und Politiker fast aller Parteien das Radfahren fördern wollen, Fördergelder vorhanden sind und ein Kreisradwegekonzept aufgestellt wurde, zeigt die erneute Bewertung der Radfahrenden, dass in den letzten Jahren wenig umgesetzt wurde und wieder keine echten Verbesserungen im Radverkehrsnetz entstanden sind. „Frankfurt und Baunatal zeigen, dass es möglich ist die Bedingungen für den Radverkehr in Städten deutlich zu verbessern, ohne den Verkehrsfluss anderer Verkehrsteilnehmer:innen zu verringern“ ergänzt Patrik Schneider-Ludorff, erster Vorsitzender des ADFC Hochtaunus. Sein Fazit:
„Dass im Hochtaunuskreis an so wenigen Bundes- und Landesstraßen Radverkehrsanlagen existieren, ist beschämend. Es wäre wichtig, das beschlossene Radverkehrskonzept für den Hochtaunuskreis endlich mit Hochdruck umzusetzen. Nur dann gibt es Chancen, dass der Hochtaunuskreis im nächsten Fahrradklimatest besser abschneidet."
Die Ergebnisse der zehn ausgewerteten Kommunen:
Erstmals wurden die Kommunen gebeten, in einer eigenen Befragung ihre Sicht auf die eigene Radverkehrssituation darzustellen: Sie sollten ihren Ort einordnen, Statements zur Radverkehrsförderung und herausragende Projekte der Radverkehrsförderung, deren konzeptionellen Grundlagen, die internen Strukturen und Ressourcen, das Monitoring des Radverkehrs sowie aktuelle Maßnahmen zur Infrastruktur, Marketing- und Informationsmaßnahmen und elle organisatorische Maßnahmen darstellen. Im Hochtaunuskreis beteiligten sich nicht alle Kommunen an der Befragung.
Bei der Jubiläumsausgabe des ADFC-Fahrradklima-Tests erzielte der Hochtaunuskreis erneut ein sehr gemischtes Ergebnis. 1.227 Menschen im Hochtaunuskreis haben an der bundesweiten Befragung teilgenommen. Zum zweiten Mal sind alle Kommunen im Hochtaunus vertreten. Unzufrieden waren Radfahrende vor allem mit Ampelschaltungen, der fehlenden Breite der Radwege und unzureichenden Falschparkerkontrollen. Leichte Verbesserungen gab nur es bei der Öffnung von Einbahnstraßen. Der ADFC fordert den Ausbau der Radinfrastruktur mit Unterstützung des Bundes durch eine jährliche Fahrradmilliarde und eine Modernisierung des Straßenverkehrsrechts.
ADFC-Vorsitzender Patrik Schneider-Ludorff sagt:
„In den letzten zwei Jahren ist im Hochtaunuskreis außer Planung wenig passiert. Die Radfahrerinnen und Radfahrer vergaben für keinen Ort bessere Bewertungen als 2020, leichte Verschlechterungen wurden für Friedrichsdorf, Neu-Anspach und das Schlusslicht Usingen festgestellt, deutlich verschlechtert hat sich Glashütten.“
So verwunderte es nicht, dass Usingen (4,56), Königstein (4,51) und Grävenwiesbach (4,48) die drei Schlusslichter der hessischen Orte unter 20.000 EW bilden und Bad Homburg (4,21) auf den vorletzten Platz der Orte ab 50.000 EW vor Wetzlar abgerutscht ist. Umgekehrt wurde das Engagement der Gemeinde Wehrheim (3,42), mit Platz 2 der kleinen Gemeinden) honoriert. Friedrichsdorf (leicht verschlechtert auf Rang 4, Note 3,6) und Oberursel (unverändert, 3,7, leicht verbessert auf Rang 7) blieben unter den Top Ten der Orte zwischen 20- und 50-Tausend EW.
„Der Fahrradboom hält an und wir wollen, dass sich alle Menschen auf dem Rad wohl und sicher fühlen. Leider ist das im Hochtaunus nicht der Fall: 68 Prozent fühlen sich beim Radfahren nicht sicher (Usingen 93%, Königstein 86% und Bad Homburg 81%). Dabei ließe sich schon mit kleineren Maßnahmen die Situation deutlich verbessern, beispielsweise durch konsequente Ahndung von Falschparkern auf Radwegen und Anordnung von mehr Tempo 30. Das reicht aber nicht. Die Menschen im Hochtaunuskreis wollen Straßen, die einladend zum Radfahren sind. Dafür brauchen wir ein durchgängiges Radwegenetz innerorts und sichere und komfortable Radverbindungen zwischen den Ortsteilen und in die Nachbarkommunen. Das kann nur gelingen, wenn uns Bund und Land langfristig und planbar unterstützen. Außerdem brauchen wir dringend eine Reform des Straßenverkehrsgesetzes, damit die Kommunen mehr Gestaltungsfreiheit bekommen, um die Radfahrbedingungen vor Ort zu verbessern."
Den 612 freiwilligen Anmerkungen in den Fragebögen ist allgemeiner Unmut zu entnehmen, dass im Wesentlichen außer Lippenbekenntnissen nichts passiert ist. Wo Fahrradkonzepte vorhanden sind, fehlt es an der spürbaren Umsetzung. Gleichzeitig erfolgen ständig Maßnahmen zum Wohle des Autoverkehrs.
Speziell bei den Gemeinden im höheren Taunus wurden zwar Radwegweiser aufgestellt und Feld- und Forstwege so zu Radwegen erklärt, die beim besten Willen nicht als solche zu nutzen sind. Radwege entlang der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen sind viel zu rar.
Viele fordern bessere und sichere Radweg zur Schule, die das ganze Jahr genutzt werden können.
Gegenüber dem letzten Test im Jahr 2020 blieb sich die Gesamtbewertung im Hochtaunuskreis unverändert. Im Durchschnitt geben die Radfahrerinnen und Radfahrer die Note ausreichend (4,0) für die Fahrradfreundlichkeit. Positiv bewerten sie den Trend zur Öffnung der Einbahnstraßen.
Nachgelassen hat der „Spaß am Fahrradfahren“ (0,24), die Einschätzung „alle fahren Rad“ (0,24) und „Berichterstattung“ (0,27). Die Einschätzung, zu „Förderung des Radverkehrs in jüngster Zeit“ beurteilen Friedrichsdorf, Oberursel und Glashütten mit einer Verschlechterung um 0,4 und Grävenwiesbach, Usingen um 0,3 sowie Bad Homburg und Kronberg um 0,2 Notenpunkte. Hier zeigt Wehrheim, dass eine Verbesserung um 0,4 Notenpunkte möglich ist.
In der Zusatzbefragung zum ländlichen Raum beim Fahrradklima-Test 2022 sollten die Teilnehmenden bewerten, wie gut die Nachbarorte per Rad zu erreichen sind. Hier gab es vor allem für kleinere Kommunen, die weit von urbanen Zentren entfernt sind, schlechte Noten: Glashütten (4,92) und Grävenwiesbach (5,24) bewerten diese Situation am schlechtesten in Hessen. Auch die Möglichkeit zur eigenständigen Radmobilität von Kindern und Jugendlichen erfährt oft eine negative Bewertung, etwa in Weilrod (4,79), Schmitten (4,80) oder Grävenwiesbach (4,85).
Die Ergebnisse der einzelnen Kommunen:
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 240.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einlädt, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich junge und junggebliebene Fahrradfahrende sicher und zügig fortbewegen können.
Die Förderung des Radverkehrs ist nicht zuletzt auch ein politischer Auftrag, für den sich der ADFC stark macht. Unser Ziel ist es, alle Menschen, gleich welchen Alters und unabhängig von ihren Wohnorten, für das Radfahren und damit für die Mobilität der Zukunft zu gewinnen. Lesen Sie in unserem Grundsatzprogramm mehr über die Ziele und Forderungen des ADFC – und werden Sie Mitglied in der weltweit größten Zweiradgemeinschaft.
weiterlesenRadfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir nehmen dafür – auch dank Ihrer Mitgliedschaft – nicht nur Einfluss auf Bundestagsabgeordnete, sondern setzen uns auf Landes- und Kommunalebene für die Interessen von Radfahrenden ein.
Als ADFC-Mitglied profitieren Sie außerdem von umfangreichen Serviceleistungen: Sie können, egal wo Sie mit Ihrem Fahrrad unterwegs sind, deutschlandweit auf die ADFC-Pannenhilfe zählen. Außerdem erhalten Sie mit unserem ADFC-Magazin Radwelt Informationen zu allem, was Sie als Rad fahrenden Menschen politisch, technisch und im Alltag bewegt. Nutzen Sie als ADFC-Mitglied außerdem vorteilhafte Sonderkonditionen, die wir mit Mietrad- und Carsharing-Unternehmen sowie Versicherungen ausgehandelt haben. Sie sind noch kein Mitglied? Hier gelangen Sie zum Anmeldeformular.
weiterlesenMit dem ADFC-Bundesverband, den Landesverbänden und den Kreisverbänden in mehr als 450 Städten und Ortschaften in ganz Deutschland finden Sie mit Sicherheit auch in Ihrer Nähe die passende Ansprechperson. Um die 500 Ortsgruppen und Ortsverbände sind darüber hinaus für den ADFC aktiv.
Einen besonderen Dienst leisten die vielen ehrenamtlich Engagierten im ADFC: Sie organisieren Radtouren, kommen mit Politikern ins Gespräch und tragen mit unzähligen Aktionen dazu bei, dass die Bedingungen für Rad fahrende Menschen zunehmend besser werden.
Junge Menschen unter 27 Jahren finden im Jungen ADFC engagierte Fahrradfans, mit denen sie sich austauschen, Aktionen planen, netzwerken und gemeinsam Spaß haben können.
Sie möchten erst später Mitglied werden, aber sich schon jetzt für das Radfahren engagieren? Hier bekommen Sie die Infos dazu, wie das im ADFC möglich ist.
weiterlesenWie ein verkehrssicheres Fahrrad auszustatten ist, legt die Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung (StVZO) fest. Sie schreibt u. a. zwei voneinander unabhängige Bremsen vor, damit ein Fahrrad sicher zum Stehen kommt. Ebenso vorgeschrieben ist eine helltönende Klingel. Auch zwei rutschfeste und festverschraubte Pedale mit je zwei nach vorne und nach hinten wirkenden gelben Rückstrahlern sind Pflicht.
Am wichtigsten für die Verkehrssicherheit ist neben den Bremsen die Beleuchtung. Ein rotes Rücklicht und ein weißer Frontscheinwerfer sind vorgeschrieben. Die Beleuchtung kann batteriebetrieben sein und muss tagsüber nicht mitgeführt werden. Sie muss aber dann einsatzbereit sein, wenn die Sichtverhältnisse Licht erforderlich machen. Für den Straßenverkehr zugelassen ist Beleuchtung nur mit dem Prüfzeichen des Kraftfahrtbundesamts (eine Wellenlinie, Großbuchstabe K und fünfstellige Zahl). Damit Radfahrende auch seitlich gesehen werden, sind Reflektoren in den Speichen oder Reflexstreifen an Reifen oder Felge vorgeschrieben. Hinzu kommen ein weißer Reflektor vorne und ein roter Großrückstrahler hinten, die laut StVZO vorgeschrieben sind. Ausführlichere Informationen finden Sie hier.
weiterlesenMenschen, die Rad fahren oder zu Fuß gehen, gehören zu den ungeschützten Verkehrsteilnehmenden. Sie haben keine Knautschzone – deshalb ist es umso wichtiger, sich umsichtig im Straßenverkehr zu verhalten. Dazu gehört es, selbstbewusst als Radfahrer*in im Straßenverkehr aufzutreten, aber gleichzeitig defensiv zu agieren, stets vorausschauend zu fahren und mit Fehlern von anderen Verkehrsteilnehmenden zu rechnen.
Passen Sie Ihre Fahrweise der entsprechenden Situation an und verhalten Sie sich vorhersehbar, indem Sie beispielsweise Ihr Abbiegen durch Handzeichen ankündigen. Halten Sie Abstand von Lkw, Lieferwagen und Kommunalfahrzeugen. Aus bestimmten Winkeln können Fahrer*innen nicht erkennen, ob sich seitlich neben dem Lkw Radfahrende befinden. Das kann bei Abbiegemanövern zu schrecklichen Unfällen führen.
Beachten Sie immer die für alle Verkehrsteilnehmenden gültigen Regeln – und seien Sie nicht als Geisterfahrende auf Straßen und Radwegen unterwegs. Weitere Tipps, wie Sie zu Ihrer und der Sicherheit anderer beitragen, finden Sie hier.
weiterlesenDie Infrastruktur für das Fahrrad ist nicht einheitlich und selten uneingeschränkt gut nutzbar. Radfahrstreifen und Schutzstreifen verlaufen beide auf der Fahrbahn und damit im direkten Blickfeld von Autofahrenden. Schutzstreifen haben eine gestrichelte Markierung und dürfen daher bei Bedarf mit dem Auto befahren werden, vor allem, um Gegenverkehr auszuweichen und nur, wenn der Radverkehr nicht gefährdet wird. Radfahrstreifen hingegen sind mit einer Linie durchgängig auf der Fahrbahn markiert und dürfen von Autofahrenden nicht befahren werden. Der ADFC macht sich für geschützte Radfahrstreifen stark, bei denen Poller, Kübel und markierte Schutzzonen Radfahrende vor dem Autoverkehr, achtlos aufgerissenen Autotüren und unerlaubtem Parken schützen.
Ein Radweg ist durch ein blaues Radwegschild gekennzeichnet und muss in dem Fall von den Radfahrenden genutzt werden. Eine Benutzungspflicht darf aber nur angeordnet werden, wenn es die Verkehrssicherheit erforderlich macht. Behindern Blätter, Schnee oder andere Hindernisse Radfahrende auf Radwegen, dürfen sie auf die Fahrbahn ausweichen. Mehr zur Infrastruktur für den Radverkehr erfahren Sie hier.
weiterlesenJa. Der ADFC hat sich mit der Firma Pergande & Pöthe einen seriösen und erfahrenen Partner ins Boot geholt. Der aus dem Hause P&P stammende Versicherungstarif „SofortschutzPLUS“ wurde individuell auf die Wünsche und Bedürfnisse der ADFC-Mitglieder angepasst und bietet eine umfangreiche Deckung zum kleinen Beitrag.
weiterlesenDas Angebot an Elektrofahrrädern teilt sich in unterschiedliche Kategorien auf: Es gibt Pedelecs, schnelle Pedelecs und E-Bikes. Pedelecs sind Fahrräder, die durch einen Elektromotor bis 25 km/h unterstützt werden, wenn die Fahrenden in die Pedale treten. Bei Geschwindigkeiten über 25 km/h regelt der Motor runter. Das schnelle Pedelec unterstützt Fahrende beim Treten bis zu einer Geschwindigkeit von 45 km/h. Damit gilt das S-Pedelec als Kleinkraftrad und für die Benutzung sind ein Versicherungskennzeichen, eine Betriebserlaubnis und eine Fahrerlaubnis der Klasse AM sowie das Tragen eines Helms vorgeschrieben. Ein E-Bike hingegen ist ein Elektro-Mofa, das Radfahrende bis 25 km/h unterstützt, auch wenn diese nicht in die Pedale treten. Für E-Bikes gibt es keine Helmpflicht, aber Versicherungskennzeichen, Betriebserlaubnis und mindestens ein Mofa-Führerschein sind notwendig. E-Bikes spielen am Markt keine große Rolle. Dennoch wird der Begriff E-Bike oft benutzt, obwohl eigentlich Pedelecs gemeint sind – rein rechtlich gibt es große Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes. Mehr Informationen bekommen Sie hier.
weiterlesenWir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können. Mehr Informationen zu den Bewertungskriterien unserer Radtouren erhalten Sie im Menüpunkt Auf Tour.
weiterlesenMit fast 3 Mio. verkauften Exemplaren gehören die ADFC-Radtourenkarten weltweit zu den Bestsellern unter den Fahrradkarten. Sie haben einen praktischen Maßstab (1:150.000) und sind mit Hilfe von versierten ADFC-Scouts entstanden, die die Bedürfnisse von Radreisenden verstehen und die Strecken buchstäblich erfahren haben. Die 27 ADFC-Radtourenkarten für Deutschland haben wir durch besonders spannende und beliebte Radregionen wie den Gardasee oder Mallorca ergänzt. Außerdem finden Sie eine Vielzahl von ADFC-Regionalkarten (Maßstab 1:75.000) im Buchhandel, in vielen ADFC-Infoläden und direkt beim Bielefelder Verlag BVA (Tel.: 0521/59 55 40, E-Mail: bestellung [at] bva-bielefeld.de) oder bequem auf www.fahrrad-buecher-karten.de.
Ganz gleich, für welches Fahrrad Sie sich entscheiden: Ein schriftlicher Kaufvertrag kann vor dem Hintergrund eventueller Reklamationsansprüche oder sonstiger Gewährleistungsfragen hilfreich sein. Das gilt umso mehr, wenn Sie sich für ein Gebrauchtrad entscheiden sollten. Deshalb haben wir hier eine Vorlage für einen Musterkaufvertrag für Gebrauchträder zusammengestellt, die Ihnen helfen kann, böse Überraschungen zu vermeiden.
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